Sieben Generationen – ein Fundament

Die BW Gruppe blickt auf eine lange Geschichte zurück, die 1833 ihren Anfang nahm. Damals machte sich Georg Deller als Kundenmaurer und Steinhauer selbständig. Inzwischen hat sich die BW Gruppe zur Gesamtanbieterin in der Bau-und Immobilienbranche entwickelt. Sie ist seit sieben Generationen im Familienbesitz.

Die Geschichte als Buch

Wie hat es die BW Gruppe geschafft, in der wechselvollen Baubranche nachhaltig erfolgreich zu sein? Was ist ihr Erfolgsrezept für unternehmerische Langlebigkeit? Das Buch des Wirtschaftshistorikers Dr. Bernhard Ruetz gibt Antworten. Es wird im Frühling 2026 erscheinen.


Meilensteine: Ein Blick zurück

Verfasst von Dr. Bernhard Ruetz. Die Texte basieren auf dem Manuskript über die Geschichte der BWT Bau AG, Version 12.12.2025

2026

Nachhaltig und zukunftsfähig mit Holz
Seit über 150 Jahren ist die BWT Bau AG im Holzbau tätig. Nun überführt sie dieses Geschäftsfeld in die eigenständige Firma BWT Holzbau AG und wertet den zukunftsträchtigen Holzbau am Standort Winterthur auf. In Volketswil werden die Bereiche Hoch- und Umbau der BWT Bau AG zusammengefasst. Ausserdem wird die Dachmarke BW Gruppe offiziell eingeführt.

2025

Erste ganzheitliche Unternehmensstrategie
Stephanie Jöhr (7. Generation) entwickelt als Projektmanagerin bei der BWT Bau AG die erste ganzheitliche Unternehmensstrategie.

2024

Einstieg der 7. Generation
Mit Stephanie Jöhr kommt die 7. Generation des Familienunternehmens in den Verwaltungsrat aller Gesellschaften der Unternehmensgruppe.

2023

Stabsübergabe in der Geschäftsleitung
Hakan Dagci übernimmt von Heinz Schmucki die Geschäftsleitung der BWT Bau AG.

2017

«Ökosystem» in der Immobilienwirtschaft
Unter Führung von Philipp Jöhr wird die Unternehmensgruppe zur Gesamtanbieterin in der Bau- und Immobilienbranche.

2016

Abschied vom Tiefbau
Eine Tradition geht zu Ende: Die Sparte Tiefbau wird eingestellt. Fortan konzentriert sich die BWT Bau AG auf Hochbau, Umbau und Holzbau an den Standorten in Winterthur, Volketswil und Zürich.

2011

Erfolg durch nachhaltiges Bauen
Die BWT Bau AG verstärkt ihre Kompetenz in den Bereichen Umbau, Sanierung, Schadstoffsanierung und Holzbau. Die neu gegründete Cassista AG bewirtschaftet und verkauft Immobilien der BW Holding AG sowie für Dritte.

2006

Trennung vom Fassadenbau
Neue Anbieter drängen in den Markt für Fassadenbau. Deshalb wird diese Sparte aufgegeben.

2001

Vom Vater zum Sohn
Philipp Jöhr (6. Generation) löst seinen Vater Christof Jöhr (5. Generation) als Präsidenten des Verwaltungsrats der BWT Bau AG ab und übernimmt die Leitung der Unternehmensgruppe. Heinz Schmucki wird Geschäftsführer der BWT Bau AG.

2000

Virtuelle Visitenkarte
Die erste Website «www.bwt.ch» geht online, in den neuen Firmenfarben Hellblau und Dunkelblau.

1999

Alles unter einem Dach
Die BWT Bau AG entsteht aus der Fusion der AG Baugeschäft Wülflingen mit ihren Tochterfirmen AG Baugeschäft Turbenthal und U. Bonomo Söhne AG. Das Unternehmen ist neu nach Sparten organisiert: Hoch- und Tiefbau, Umbau und Gebäudehülle, Holzbau sowie kaufmännische Dienste.

1996

Die 6. Generation tritt an
Philipp Jöhr (6. Generation) wird Geschäftsleiter der AG Baugeschäft Wülflingen. Beim Tochterunternehmen in Zürich konzentrieren sich Philipp Jöhr und Heinz Schmucki auf Umbauten, Renovationen und Schadstoffsanierung.

1990

Älter als gedacht
Die AG Baugeschäft Wülflingen feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Damals gilt 1840 als Gründungsjahr, tatsächlich ist die Firma aber älter. Das beweist ein wertvoller Fund im Firmenarchiv: das erste Geschäftsbuch von Georg Deller aus dem Jahr 1835. 

1989

Holdingstruktur und Rekordumsatz
Die AG Baugeschäft Wülflingen stellt sich neu auf und erzielt einen Rekordumsatz: Die bisherige Muttergesellschaft BW Liegenschaften und Beteiligungen AG wird zur BW Holding AG. Ihre vier Tochtergesellschaften sind die AG Baugeschäft Wülflingen, die AG Baugeschäft Turbenthal, die Umberto Bonomo Söhne AG sowie die neugegründete BW Generalbau AG.

1987

Investition in den Holzbau
Die AG Baugeschäft Wülflingen schafft eine moderne, CNC-gesteuerte Abbundanlage an.

1983

Bereit für Zürich
Mit der Übernahme der Umberto Bonomo Söhne AG in Zürich erweitert die AG Baugeschäft Wülflingen ihren Rayon und wird zum kantonal bedeutenden Bauunternehmen. 

1982

Alles aus einer Hand
Christof Jöhr wird Alleininhaber der Firmengruppe: eine entscheidende Voraussetzung für den künftigen Erfolg. Sein Bauunternehmen beteiligt sich an Grossprojekten wie dem EPA-Gebäude am Bahnhof Winterthur oder dem Einkaufszentrum Neuwiesen. 

1979

Von Deller zu Jöhr
Christof Jöhr (5. Generation), Schwiegersohn von Walter Deller (4. Generation), übernimmt die Führungsverantwortung. Zuvor war er ein internationaler Spitzenmanager. Von nun an wird die BW Liegenschaften & Beteiligungen AG zur Muttergesellschaft der AG Baugeschäft Wülflingen und der AG Baugeschäft Turbenthal.

1975

Proaktiv dank EDV
Das Bauunternehmen investiert frühzeitig in eine moderne EDV und kann so seine Strategie zahlenbasiert ausrichten. Die neue Abteilung Kundenarbeiten bündelt Kleinaufträge von Privaten, Firmen und Gemeinden.

1973

Erneuerung auf allen Ebenen
Die AG Baugeschäft Wülflingen weiht den neuen Werkhof mit einem Bürogebäude und zwei Hallen für den Holzbau sowie den Hoch- und Tiefbau an der Wülflingerstrasse 285 ein. Die Mitarbeitenden profitieren neu von einer Fürsorgestiftung und einer Pensionskasse. Zum ersten Mal übernimmt ein Externer die Geschäftsführung: Hans Praxmarer.

1974

Grossbauprojekt Heizkraftwerk
Die Erdölpreiskrise führt zu einer weltweiten Rezession. Die AG Baugeschäft Wülflingen fokussiert sich auf einzelne grosse Bauprojekte, etwa das Heizkraftwerk Aubrugg in Wallisellen.

1972

Expansion ins Zürcher Weinland und Unterland
Die AG Baugeschäft Wülflingen kauft die Baufirma Ernst Sprenger AG aus Neftenbach mit 50 Mitarbeitenden und nennt sie AG Baugeschäft Neftenbach. So stösst das Unternehmen ins Zürcher Unterland und Weinland vor.

1971

Grossbauten für Industrie und Handel 
Die AG Baugeschäft Wülflingen baut das Sudhaus der Brauerei Haldengut, das EDV-Zentrum für Sulzer sowie das Einkaufszentrum Rosenberg, damals eines der ersten Shoppingcenter nach amerikanischem Muster.

1970

Generalunternehmung als neues Geschäftsfeld
Die AG Baugeschäft Wülflingen schafft die neue Sparte Generalunternehmung und übergibt das erste schlüsselfertige Gebäude an den Bauherrn. Ausserdem expandiert sie ins Zürcher Oberland: Sie erwirbt die Firma Müller & Co. und nennt sie AG Baugeschäft Turbenthal.

1969

Grossbrand auf dem Werkhof
Am 19. August 1969 zerstört ein Grossbrand den alten Werkhof weitgehend. Im selben Jahr erbaut die AG Baugeschäft Wülflingen die ersten Häuser mit Eigentumswohnungen – diese Wohnform ist damals in der Schweiz noch weitgehend unbekannt.

Winterthurer Bibliotheken / Sammlung Winterthur, 110716/Comet-Photo AG Zürich

1968

Zeit des Umbruchs
Im gesellschaftlichen Umbruchjahr 1968 wird der Autobahnabschnitt zwischen Töss und Oberwinterthur eröffnet, nun grenzt der Werkhof der AG Baugeschäft Wülflingen direkt an die A1. Die Sparten Sägerei und Schreinerei sind seit längerem defizitär und werden aufgegeben.

1964

Erhöhung des Aktienkapitals  
Der Verwaltungsrat beschliesst die Verdopplung des Aktienkapitals auf 600’000 Schweizer Franken. Dies ermöglicht weitere Grossprojekte, etwa den Bau der Unterführung der Zürcherstrasse in Winterthur-Töss.

1963

«Seegfröni» legt den Betrieb lahm
Zu Beginn des Jahres herrscht eine ungewöhnliche Kälte. Der Zürichsee friert komplett zu. Die AG Baugeschäft Wülflingen muss einen Grossteil der Arbeiten vorübergehend einstellen.

1954

Einflussreicher VR-Präsident
Der bekannte Winterthurer Rechtsanwalt und Politiker Dr. Hans Heitz wird VR-Präsident der AG Baugeschäft Wülflingen. 

1953

Industriehallen in Holzständerbauweise
In den frühen 1950er-Jahren erstellt die AG Baugeschäft Wülflingen zahlreiche Industriehallen, u.a. für Sulzer, Rieter und die Lastwagenfabrik FBW.

1950

Die 4. Generation übernimmt 
Die Cousins Walter Deller-Häring und Carl Müller-Meyer (4. Generation) übernehmen operative Verantwortung im Familienunternehmen.

Winterthurer Bibliotheken / Sammlung Winterthur, 170944/170467

1944

Mehl und Zucker für die Arbeiter
Die Arbeiter der AG Baugeschäft Wülflingen erhalten in diesem Kriegsjahr als Weihnachtsgratifikation je 2 kg Mehl und Zucker sowie Marken für den Bezug weiterer Lebensmittel.

1940

Jubiläumslogo mit Chalet
Das 100-Jahr-Jubiläum mitten im Krieg wird kaum gefeiert. Immerhin erhält die AG Baugeschäft Wülflingen ein Jubiläumslogo mit speziellem Schriftzug und einem Chalet. Dieses betont den Stellenwert des Holzbaus.

1940

Harte Zeiten im Zweiten Weltkrieg
Der Hochbau leidet, viele Arbeiter sind im Militärdienst, die Grenzen sind geschlossen. Hilfreich sind die Aufträge der Armee.

1939

Ausstellungshallen für die «Landi 39»
Für die legendäre Landesausstellung «Landi 39» in Zürich fertigt das Unternehmen Ausstellungshallen.

1933

Weltwirtschaftskrise gemeistert
Die Aufträge für Neubauten von Firmen und öffentlicher Hand brechen wegen der weltweiten Wirtschaftskrise ein. Die AG Baugeschäft Wülflingen verkauft eigenes Bauland an Private und erstellt für diese Wohnhäuser.

1930

Frisches Kapital für grosse Bauprojekte
Die Aktionäre der AG Baugeschäft Wülflingen erhöhen das Aktienkapital auf 300’000 Schweizer Franken. So gewinnen sie Liquidität für grosse Bauprojekte wie das Geschäfts- und Kinogebäude Talgarten und das Verwaltungsgebäude der Winterthur Versicherungen.

1925

Teil der Gartenstadtbewegung
Die AG Baugeschäft Wülflingen ist Teil der sozial engagierten Gartenstadt- und Eigenheimbewegung in Winterthur. Das Geschäftsmodell richtet sich klar auf den Bau kleinerer Häuser aus, teilweise aus Holz.

1922

Beginn des Automobilzeitalters
Die Geschäftsleitung kauft aus der Konkursmasse der Lastwagenfabrik Arbenz in Zürich den ersten Lastwagen. Zudem werden zwei Personenwagen angeschafft, ein Dodge und ein Citroën. Im gleichen Jahr wird Wülflingen eingemeindet und zum Stadtkreis von Winterthur.

Winterthurer Bibliotheken /Sammlung Winterthur, 110700

1922

Fortschrittliche Betriebskrankenkasse
Eine Betriebskrankenkasse gibt den Angestellten Sicherheit bei Unfällen und Erkrankungen, damals eine fortschrittliche Massnahme.

1919

Kurz vor dem Aus
Beinahe endet die Geschichte des Wülflinger Bauunternehmens: Die Inhaberfamilien Deller und Müller (3. Generation) haben sich zerstritten. Im letzten Moment können sich die Teilhaber auf eine Lösung einigen. Der Firmenname wird angepasst auf AG Baugeschäft Wülflingen.

1917

Konzentration der Kräfte
Die bislang räumlich getrennten Sparten Hoch- und Tiefbau sowie Holzbau werden im Werkhof an der Wülflingerstrasse vereint.

1916

Holzbau rettet den Hochbau
Die Sparte Holzbau erzielt während des Ersten Weltkriegs hohe Gewinne. Dies hilft dem Bauunternehmen, den massiven Auftragseinbruch im Hochbau zu kompensieren.

1912

Versierter Anwalt und Grossindustrieller im VR
Die Cousins Carl Müller-Ziegler und Julius Deller-Meili (3. Generation) teilen sich die Geschäftsleitung. Der versierte Anwalt Dr. Ernst Ammann ist VR-Präsident, prominentes Mitglied ist der Grossindustrielle Albert Sulzer-Seifert. Er beauftragt das Bauunternehmen mit dem Ausbau seines Landguts «Heimenstein» in Seuzach.

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / LBS_MH01-003997

1910

Eine der ersten Aktiengesellschaften im Baugewerbe
Die Einzelfirma von Christian Müller-Deller (2. Generation) wird in die Aktiengesellschaft Baugeschäft & Dampfsäge Wülflingen, vormals Christian Müller-Deller umgewandelt. Sie gehört zu den ersten Aktiengesellschaften im Schweizer Baugewerbe.

1905

Dampfmaschine als Kraftquelle und Signal
Die Maschinen in der Sägerei und Bauschreinerei an der Wülflingerstrasse werden von zwei Sulzer-Dampfmaschinen angetrieben. Die Dampfpfeife auf dem Dach kündigt die Arbeits- und Pausenzeiten an.

Winterthurer Bibliotheken / Sammlung Winterthur, 110692

1900

Ausflug in die Produktion
Um 1900 steigt das Bauunternehmen in die Herstellung von Gussbausteinen ein. Derweil reorganisiert Carl Müller die Büroorganisation und professionalisiert die Buchhaltung in der Zimmerei und Sägerei.

1898

Kontinuität gesichert
Weil der Teilhaber Felix Deller-Benz (2. Generation) gesundheitlich schwer angeschlagen ist, wird die Kollektivgesellschaft Deller & Müller, Baugeschäft in die Einzelfirma Chr. Müller-Deller umgewandelt. Christian Müller-Deller führt den Betrieb allein, bis sein Sohn und sein Neffe Verantwortung übernehmen können.

Winterthurer Bibliotheken /Sammlung Winterthur, 110699

1890

Kompetenz in Holz und Stein
Um 1890 ist Deller & Müller ein regional tätiger Dienstleister rund um die Materialien Holz und Stein. Hinzu kommen Schreiner- und Glaserarbeiten sowie die Produktion von Holzwaren wie Balken, Bretter, Latten und Riemenparkett. 

Zentralbibliothek Zürich, Ansichtskarten, ZH, Wülflingen, 2

1880

Baumeister und Investoren
Christian Müller-Deller und Felix Deller-Benz (2. Generation) übernehmen die Geschäftsleitung und gründen die Kollektivgesellschaft Deller & Müller, Baugeschäft. Sie erwerben Grundstücke und bauen eine strategische Landreserve auf. Somit sind sie als Baumeister und als Investoren tätig und stärken ihre Position gegenüber Bauherren und Architekten.

Winterthurer Bibliotheken / Sammlung Winterthur,170459/170941

1878

Neues Geschäftsfeld Holzbau
Georg Deller erwirbt die Zimmerei und Sägerei seines langjährigen Geschäftspartners Bosshard an der Wülflingerstrasse. Damit erweitert Georg Deller sein Hoch- und Tiefbaugeschäft um den Holzbau.

Winterthurer Bibliotheken / Sammlung Winterthur, 110696

1868

Schwiegersohn wird Teilhaber
Georg Dellers Schwiegersohn, Christian Müller-Deller, wird Teilhaber des Baugeschäfts. Gleichzeitig wird Georg Dellers Sohn Felix Mitglied der Geschäftsleitung.

1859

Neuer Standort im Ausserdorf
1859 bezieht Georg Deller einen neuen Standort im Ausserdorf von Wülflingen, an der heutigen Wieshofstrasse 53. Das Haus mit grossem Werkhof bietet seinem schnell wachsenden Betrieb und der Familie genügend Platz.

Winterthurer Bibliotheken /Sammlung Winterthur, 111020

1857

Sachkundiger Strassenbauer
Bei einer Strassenkorrektion zwischen Wülflingen und Henggart wird Georg Deller in einem Amtsdokument als «sachkundiger Strassenbauer» bezeichnet.

1853

Enge Geschäftspartner
Seit der Gründung seines Unternehmens arbeitet Georg Deller eng mit dem erfolgreichen Zimmermeister und Sägereibesitzer Jakob Bosshard zusammen. Dieser verlegt den Betrieb von der Töss ins Unterdorf von Wülflingen, an die heutige Wülflingerstrasse.

1840

Von einem auf zehn Gesellen
Georg Dellers Betrieb wächst rasch, nach fünf Jahren beschäftigt er bereits 10 Gesellen.

1839

Den Namen in Stein gemeisselt
Georg Deller mauert das Fundament der Tössbrücke in Neftenbach. 130 Jahre später wird bei der Renovation ein Stein mit seinem eingemeisselten Namen entdeckt. Eine Kopie liegt vor dem heutigen Firmengebäude der BW Gruppe.

1835

Geburtsjahr der BW Gruppe
Der Maurermeister Georg Deller eröffnet seine Werkstatt im Dorfkern von Wülflingen. Es ist das offizielle Gründungsjahr der heutigen BW Gruppe.

1833

Selbständig als Kundenmaurer
Nach der Gesellenwanderschaft macht sich Georg Deller als Kundenmaurer und Steinhauer in Wülflingen selbständig. Somit gehört er zu den ersten Bauunternehmern der liberalen Ära.

Winterthurer Bibliotheken/Sammlung Winterthur, 170942

1830

Gesellenbrief in Winterthur
Georg Deller erhält vom Obmann der Zunft der Steinhauer und Maurer seinen Gesellenbrief. Es sind aufregende Zeiten: Das Bürgertum erhebt sich gegen die alten Eliten. So gewinnen unternehmerisch denkende Menschen wie Georg Deller mehr Freiräume.

1827

Lehre als Maurer und Steinhauer in Andelfingen
Georg Deller absolviert eine dreijährige Lehre als Maurer und Steinhauer in Andelfingen im Zürcher Weinland.

Zentralbibliothek Zürich, ZH, Andelfingen I, 8

1816

Jahr ohne Sommer
Die Familie Deller erlebt schwere Zeiten, als der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora den Himmel verdunkelt und das Klima verändert. Dies führt auch in Wülflingen zu Missernten und Hunger.

1808

Sohn einer Kriegerwitwe
Georg Deller kommt im Bauern- und Winzerdorf Wülflingen zur Welt. Kurz darauf fällt sein Vater in Spanien, er war Söldner im Dienste Napoleons. Die Witwe Anna Deller-Ackeret bringt die Familie über die Runden und ermöglicht ihren Kindern eine solide Berufsausbildung.

Stadtarchiv Winterthur